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Sind Elstern eine Gefahr
für unsere Kleinvögel?

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Sind Elstern eine Gefahr für unsere Kleinvögel?

Das ist eine der heikelsten Fragen, die sehr kontrovers diskutiert wird. In Naturschutzkreisen macht man sich kaum Freunde, wenn man alleine diese "unmögliche" Frage stellt. Viele echte Naturfreunde, die aber ein Problem mit der hohen Bestandsdichte der Elstern haben, trauen sich kaum, ihre Meinung dazu zu sagen/ schreiben, weil sie dann sofort von der Elstern-Lobby niedergemacht werden.

Aber der hohe Elsternbestand in Deutschland scheint tatsächlich ein Grund für den Artenschwund zu sein - nicht unbedingt der wichtigste, aber einer, der berücksichtigt werden muss.

Elstern sind wunderschön, hochintelligent und eigentlich von angenehmem Wesen. Aber Kleinvögel haben tatsächlich keine Chance, wenn die Elsternbestände zu dicht sind. (Der Verfasser hat schon mit eigenen Augen gesehen, wie Elstern junge, aber gut fliegende Schwalben im Flug (!) gefangen haben.

Freibrüter wie Buchfink, Grünling oder Stieglitz haben schon gar keine Chance, am ehesten noch Rotkehlchen u.ä. Arten, die im dichten Gestrüpp brüten, wo die Elstern nicht so leicht hinkommen.

Wanderfalke

Tatsächlich aber haben wir kein Elsternproblem, sondern ein Wanderfalken-Problem: Ein einziges Pärchen Wanderfalken im Revier und der Elsternbestand hat in kurzer Zeit wieder ein normales Niveau erreicht.

Ein direkter Eingriff durch Jagd o.ä. ist nicht erlaubt und auch sehr fragwürdig: Als die Elstern noch "vogelfrei" waren (es gab interessanterweise übrigens trotzdem stabile Bestände, die Art war trotz Verfolgung nie in ihrem Bestand bedroht!), wurden die Elsternnester "ausgeschossen": Die Jäger (die ja sehr um ihre Fasanenbestände besorgt sind . . . ) schossen von unten in die Nester von Krähen und Elstern, mit dem Ergebnis, dass z.B. jede Menge junger Waldohreulen u.a. Vögel getroffen wurden, die in alten Krähen- und Elsternnestern brüten. Das ist also keine gute Lösung (vom Tierschutzaspekt mal ganz abgesehen, denn die angeschossenen Vögel verendeten oft langsam und elendiglich).

Der einzige gute Weg ist wohl wirklich die Stärkung der natürlichen Feinde der Elstern und das sind nun mal die Wanderfalken. Die würden auch die Taubenbestände (Ringeltaube und verwilderte Haustauben) schnell in den Griff kriegen.

In einigen Grossstädten hat man das mittlerweile erkannt und fördert die Wanderfalken gezielt. Sie brüten gerne in Felswänden und da ist es ihnen ziemlich egal, ob das eine richtige Felswand ist oder ein Hochhaus oder sogar ein Hochspannungsmast mit Nistkasten. Als reine Luftjäger können die seltenen Vögel auch in der Grossstadt leben.

Wanderfalke mit Taube

Aber die Ansiedlung von Wanderfalken ist ein langer und teurer Weg; das ist nur realistisch, wenn man in der Region z.B. eine verständnisvolle und aktive NABU-Gruppe hat, eine vernünftige Naturschutzbehörde, einen Greifvogel-Spezialisten (z.B. aus einer Auffangstation) und einen Sponsor, der das Geld gibt.

Vielleicht kann man den Bau dieser naturschutzwidrigen Hochspannungstrassen (Windenergie von Nord nach Süd) nutzen, um beim Energiekonzern mal anzuklingeln (EON brüstet sich z.B. in Mecklenburg-Vorpommern gerne damit, auf den Freileitungsmasten Nistplattformen für Fischadler anzubringen, die übrigens auch völlig problemlos von den seltenen Greifen angenommen werden)

Schwierige Bedingungen, aber vielleicht kann man jemanden bei der örtlichen oder sogar überregionalen Zeitung auftreiben, der die Ansiedlung von Wanderfalken zu seiner Sache macht. Für die Wiederansiedlung von Wanderfalken würde sich wahrscheinlich die gesamte Region stark machen. Und das Elsternproblem wäre damit auch gelöst.

(Dieser Artikel wird noch ergänzt)

Weitere interessante Fragen und Antworten zu Vögeln (wird fortgesetzt):

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