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Flamingos -
erobern die Flammenvögel
Deutschland?

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Fliegende Flamingos
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Zu den wirklich auffälligsten Vögeln, die man sich überhaupt vorstellen kann, gehören die Flamingos. Jede(r) kennt wohl diese grazilen Tiere - kein Zoo verzichtet auf die Publikumsmagneten.

Aber wir können die schönen Tiere in Europa auch in freier Wildbahn beobachten - ein wesentlich spannenderes Erlebnis, als beim Besuch im Zoologischen Garten oder im Vogelpark.

In Parks und Tiergärten wird vor allem der europäische Rosaflamingo gepflegt. Freilebend gibt es beachtliche Bestände in Spanien und in der französischen Camargue. Und natürlich ist die Art in Afrika weit verbreitet.

Flamingos in der Camargue (Frankreich)

Wesentlich intensiver in der Gefiederfarbe ist die Art aus Mittelamerika, die meistens als Kuba-Flamingo bezeichnet wird. In den Zoos sind sie wesentlich seltener zu sehen, als ihre helleren Verwandten.

Auffällig kleiner ist der Zwergflamingo, ein Afrikaner, der bei Tierfilmen über Afrika i.d.R. eine wichtige Rolle spielt. Er kommt in grosser Zahl vor allem in Ostafrika vor.

Flamingos zeichnen sich nicht nur durch ihre ungewöhnliche Gestalt und ihre auffällige Farbe aus, sondern noch durch eine Reihe weiterer Besonderheiten. So ist z.B. der bewegliche Teil des Schnabels der Oberschnabel - bei fast allen anderen Vogelarten ist der Oberschnabel fest mit dem Schädel verwachsen, während der Unterschnabel bewegt werden kann.

Die je nach Art rosa bis fast blutrote Farbe entsteht übrigens tatsächlich durch die aufgenommene Nahrung. Sie leben von kleinen Krebschen und wenn sie die nicht haben, verblasst die Farbe bald - ein Zeichen von nicht artgerechter Ernährung. Zoologische Gärten versuchen dann oft, mit künstlichen Farbstoffen und auch mit unter das Futter gemischten Paprika die Farbe zu erhalten, aber bei artgerecht gehaltenen Tieren ist das nicht nötig.

Flamingo, Portrait

Auch in Nestbau und Jungenaufzucht gibt es Besonderheiten. Die Balz und das gesamte Sozialverhalten sind ungewöhnlich: Flamingos kommen z.B. nur dann in Brutstimmung, wenn sie in grösseren Gruppen zusammen stehen. Sie scheinen sich gegenseitig anzustacheln und plötzlich beginnen die Vögel, in einem geradezu militärisch wirkenden Paradeschritt synchron zu marschieren. Dabei wird der Kopf in einer merkwürdig abgehackten Bewegung mal zur einen und dann zur anderen Seite gedreht - alle beteiligten Tiere zugleich.

Die Flamingos türmen dann einen ca. 20 - 30 cm hohen Schlammkegel auf, der als Nest dient.

Interessant ist eine Ausbreitung der Flamingos nach Norden hin. Ob das die Auswirkungen des Klimawandels sind, wird derzeit in Fachkreisen diskutiert, aber es steht fest, dass immer häufiger Flamingos in Holland und auch in Deutschland gesichtet werden. Es sind ganz offensichtlich keine entwichenen Zootiere und auch keine sog. Irrgäste, sondern es scheint sich tatsächlich um eine Ausbreitung der Art zu handeln.

Beim südeuropäischen Bienenfresser ist übrigens etwas Ähnliches zu beobachten.


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