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Der Wiedehopf -
in Deutschland leben
nur noch wenige Brutpaare

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Wiedehopf, auffliegend
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Der Wiedehopf ist ganz sicherlich einer der auffälligsten und schönsten Vögel, die wir in Europa beobachten können. In Deutschland ist er sehr selten; hier leben insgesamt nur wenige Hundert Paare. Am ehesten trifft man ihn im klimatisch begünstigten Rheingraben, im Gebiet des Kaiserstuhls (Weinbauklima!).
Die besten Bestände gibt es aber wohl im Südosten unseres Landes, in Brandenburg bis hin nach Sachsen-Anhalt. Noch vor Hundert Jahren galt er hier als recht häufiger Brutvogel; heute dürfte in dieser Region zwar sein bester Bestand sein, aber insgesamt werden wohl auch nur etwa 200 besetzte Reviere gezählt.
In jüngster Zeit scheint es eine Tendenz zur Ausbreitung nach Norden zu geben; die schönen Vögel brüten mittlerweile sogar im Naturpark Nossentiner-Schwinzer-Heide bei Krakow am See in Mecklenburg-Vorpommern!

Der Südeuropa-Urlauber ist ihm bestimmt schon begegnet (es sei denn, dass man sich für die Natur des Landes so gar nicht interessiert), denn der bunte Vogel ist in ganz Südeuropa recht verbreitet.

Im Mittelmeerraum wird Ihnen der wunderhübsche Wiedehopf während des ganzen Sommers praktisch auf Schritt und Tritt begegnen. Ob auf Mallorca oder in Italien oder Griechenland - in ländlichen Gegenden kann man ihn häufig beobachten. Sie werden ihn allerdings vielleicht am ehesten sehen, wenn er in seinem eigentümlich schmetterlingsartigen Flug über die Wiese "taumelt" - ein schwarz-weiss gezeichneter Vogel, an dem nur die Flügel auffallen.

Günstige Lebensbedingungen findet die Art auch in Frankreich - vor allem in der Provence: Er brütet in Baumhöhlen, aber gerne auch in den Hohlräumen, wie man sie z.B. in grob aus Steinen gefügten Viehhütten findet.

Wiedehopf mit aufgestellter Haube

Bei solch einem Brutplatz ist dann die Nahrung auch gleich vor der Tür: Wiedehopfe stochern gerne in und unter Kuhfladen, wo sich regelmässig Käfer und andere Insekten aufhalten.
Die Lieblingsspeise aber sind Grillen und Heuschrecken, ganz bevorzugt die Maulwurfsgrille. Die wird ziemlich gross und ist dann eine vollwertige Mahlzeit für das Tier.

Während der Brut braucht die Wiedehopf-Familie dann schon ein bisschen mehr Futter. Immerhin sind oft 5, gelegentlich bis zu 8 Junge zu versorgen. Sie haben eine Menge Fressfeinde, denen sie die Mahlzeit dadurch zu verderben versuchen, dass sie ihnen ihren Kot entgegenspritzen. Das ist dann ein ziemlicher Gestank. Daher kommt übrigens die Redensart, dass jemand "stinkt wie ein Hupf".

Der Wiedehopf wirkt übrigens viel grösser, als er ist: Unsere einheimische und allseits bekannte Amsel ist tatsächlich nur wenig kleiner!

Der markante Wiedehopf mit seiner aufrichtbaren Federhaube war einer der ersten, die zum "Vogel des Jahres" gekürt wurden, nämlich im Jahr 1976.


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